Das bedingungslose Grund-Dingsda (21.02.2018)

Falls du den ersten Teil zu diesem Text gerne zuerst lesen möchtest, geht es einmal hier entlang bitte: Movie Night (14.01.2018) Falls du ihn bereits gelesen hast oder er dich nicht interessiert (selber Schuld): Viel Spaß mit Teil 2! Für einen kurzen Moment kehrt Ruhe ein in das vom Klassenkampf gezeichnete Wohnzimmer. Es scheint beschlossen: Emres Vorschlag, den heutigen WG-Abend weiterlesen…

Movie Night (14.01.2018)

Hastig zieht ein Windstoß durch den einzigen offenen Fensterspalt im Zimmer, vorbei an dem in Richtung Wand aufgestellten, L-förmigen Sofa mit dem Namen Gerhard-Karl Marx-Schröder, dessen lange Seite nun als Trennlinie zwischen den beiden Raum-Arealen „Refo“ und „Revo“ fungiert. Nachdem gestern Abend wieder eine Diskussion über den Zusammenhang zwischen Individualismus und Neoliberalismus eskalierte, annektierte die von Lara angeführte und zugleich weiterlesen…

Kölner Fragment: Der Blick aus dem Fenster (25.11.2017)

[…] „Blödsinn!“, rief er laut. Vor lauter Empörung lief sein Gesicht rot an, als spiegelte es die reichhaltig mit Myoglobin geladene Zellflüssigkeit, die gerade aus seinem aufgewärmten Rinderbraten quoll und gemeinsam mit den pürierten Kartoffeln zu einem Brei verschmolz, der sich den anstehenden Verdauungsprozess, zumindest aus ästhetischer Sicht, eigentlich sparen könnte. „Deutschland geht es gut“, entgegnete er mir trotzig. „Schau weiterlesen…

Leipziger Fragmente: Der Abschiedsbrief (28.10.2017)

Zwei Jahre habe ich in dieser Stadt verbracht. Heute endet die Reise. Ich ziehe fort von hier und alles was ich hinterlasse ist ein Abschiedsbrief. Das erste und letzte Leipziger Fragment. Liebe L, noch bis vor wenigen Momenten saß ich unbekümmert dort oben auf dem großen grauen Lineal mit den vielen Augen und schaute auf dich herab. Meine recht simpel weiterlesen…

Prager Fragment: Das Graue Europa

Ein grauer Dunst liegt über Prag. Er schmiegt sich vertrauensvoll bedrohlich an Straßen, Mauern, Brücken, Gebäude und Bewohner der Stadt, und sie alle inhalieren bereitwillig. Es ist ein ungemütlicher Morgen. Wieder mal. Und mich plagt die Einsamkeit. Mit gesenktem Kopf und tristen Gedanken verlasse ich den Betonklotz, den ich derzeit mein Zuhause nenne, und beginne meinen mittlerweile alltäglichen Spaziergang an weiterlesen…

Münchener Fragment: Das Neonfarben-Wolfsrudel (16.09.2017)

Lange ist’s her, dass ich hier etwas gescheit Geschriebenes abgeliefert habe. Zeit das zu ändern. Ich war in München und habe dort glücklicherweise festgestellt, dass das Konzept mit den Fragmenten nicht nur für die Stadt Prag funktioniert. Dementsprechen habe ich eine kleine Erinnerung für euch mitgebracht. Was? Die Fragmente sagen dir nichts? Dann solltest du eventuell einen kleinen Umweg über weiterlesen…

Prager Fragmente: Rezensionen (Pt.II)

Ein armer Wicht, wer etwas zu sagen hat, jedoch keine interessierten Zuhörer findet. Mein erstes Buch „Prager Fragmente“ ist heute genau seit einer Woche erhältlich. Entsprechend bin ich überglücklich darüber, dass einige wundervolle Bloggerinnen und Blogger sich die Zeit genommen und Mühen gemacht haben, um sich meines kleinen Debüts anzunehmen und eine Rezension dazu auf ihren jeweiligen Kanälen zu veröffentlichen. Tausend weiterlesen…

Prager Fragmente: Rezensionen (Pt. I)

Sicherlich ist dir bereits aufgefallen, dass ich vor genau drei Tagen mein erstes Buch veröffentlicht habe. Möglicherweise hast du es dir bereits bestellt oder überlegst noch, ob du es dir zulegen solltest. Um dich bei deiner Entscheidung ein wenig zu unterstützen, habe ich hier etwas ganz besonderes: Ein paar unheimlich freundliche Bloggerinnen und Blogger haben weder Zeit noch Mühen gescheut, weiterlesen…

Dialog nach Unten

Mit erwartungsvollem Gesicht und gezückter Bankkarte sitzt Emre vor seinem Computer, als Tim, sein leicht verkaterter Mitbewohner, überraschend schwungvoll die Küche betritt. „Was machst’n da?“, fragt Tim, als würde es ihn tatsächlich interessieren. „Ich habe heute meinen Lohn bekommen und würde gerne 20 Euro davon spenden.“, erwidert Emre, ganz so als ob er davon ausginge, die Information würde Tim interessieren. weiterlesen…